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Schule wenig gemein. Dort geht es ernst zu, überwiegend wird Schwermut gelehrt. Bazooka Cain beherrschen zwar auch das melancholische Fach, können aber – vor allem – auch anders. Gute Popmusik reflektiert das Leben.
Der Stil: Eine Mischung aus Harmonien der fünfziger und sechziger Jahre, gepaart mit lässigen Chanson-Elementen, Soul-Grooves und Liedermacher-Charm. Die Grenze zum totalen Kitsch ist zwar schmal. Bazooka Cain schaffen es aber, sie (fast) nie zu übertreten.
Spartanisch
Sänger Marcel Vega trägt die Lieder dreisprachig vor: Deutsch, Englisch und Französisch. Die Band, die er hinter und neben sich hat, tut das Übrige. Henry Grant trommelt wie ein Uhrwerk, Matthias Pacht hat am Bass die Ruhe weg. Bis dahin eine erfreulich spartanische Bühnenshow. Nur Gitarrist Max Knoth und Erich „Der Orgler“ Abel fallen mit rhythmischen Zuckungen ein wenig aus der Reihe.
Ohne Abel wären Bazooka Cain, sagen wir mal, eine Popband der gehobenen Mittelklasse. Mit seiner Hammondorgel rollt er nicht nur den nötigen Klangteppich aus, sondern verleiht der Musik ihre unverwechselbar humoristische Qualität.
Ansichtssache
Sein einziges Manko scheint die Neigung zu überhöhtem Bierkonsum zu sein. Zu sehen war davon am Montag zwar nichts, „er sieht dann immer alles doppelt, und das führt zu falschen Zuschauerzahlen“, sagte Abel augenzwinkernd zu Beginn des Konzerts.
Artig bedankte sich der Sänger daher bei den etwa 50 Musikfreunden (oder waren es doch nur 25?), die sich im Münchner Orangehouse versammelt hatten. Schade, denn Bazooka Cain hätten größeren Zuspruch verdient. Wer nicht da war: selber schuld.

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